You are currently browsing the daily archive for Juli 27th, 2008.

Wer Gewalt oder Mobbing ignoriert, wegschaut oder das Problem einfach unter den Tisch kehrt, weil er es nicht wahrhaben will, der macht sich - je nach Sitaution – schuldig wegen unterlassener Hilfeleistung.

Wer Gewalt unter MitschülerInnen ignoriert, läßt sie weiter zu und unterstützt somit die TäterInnen.

Noch schlimmer ist es, wenn LehrerInnen Gewalt in der Schule ignorieren und damit eine(n) Schutzbefohlene(n) weiterhin der Gewalt – egal ob körperlicher oder seellischer Art- aussetzen.

Als unmöglich aber empfinde ich, wenn LehrerInnen SchülerInnen dazu auffordern, eine(n) MitschülerIn zu ignorieren.

Da ist ein hochbegabter Schüler, der sich aufgrund seines Handicaps (AD(H)S, Asperger-Syndrom) seinen Mitschülern gegenüber oft „merkwürdig“ (anders) verhält.
Dieser Schüler wird von einem Klassenkameraden auf die Strasse vor ein Auto geschubst, das gerade noch rechtzeitig bremsen kann, so dass der Schüler nicht verletzt wird.

Die einzige Erklärung der Klassenlehrerin dazu:
„Dann wird er seinen Mitschüler sicher provoziert haben.“

Seit wann rechtfertigt provozierendes Verhalten eines Mitschülers, diesen vor ein Auto zu schubsen?

Am folgenden Tag rät die Klassenlehrerin den Schülern, diesen Klassenkameraden doch in Zukunft einfach zu ignorieren – so zu tun, als sei er einfach nicht da.

Kein Wort des Bedauerns über diesen Vorfall - weder dem Schüler noch der Mutter gegenüber.

Eine weitere Folge dieses Vorfalls:

Der Schüler wird von der Klassenlehrerin alleine in die letzte Reihe verbannt
mit den Worten:
„Wenn du dich so verhältst, gehörst du für mich nicht in diese Klasse.“

Was aber hat dieser Junge getan?

Nichts.
Er hat sich verhalten wie ein neunjähriger Junge unter elfjährigen Mitschülern – ein wenig kindlich halt noch – und sie damit offensichtlich genervt.

Mit dem Ergebnis, dass er auf die Strasse vor ein Auto geschubst wurde und infolge dessen mit Billigung bzw. nach Aufforderung der Klassenlehrerin von seinen Mitschülern ignoriert wird mit Sätzen wie: „Oh, heiße Luft hat mich berührt“, und am Ende von der Klassenlehrerin sogar noch in die letzte Reihe verbannt wird als Zeichen der Nichtzugehörigkeit in den Klassenverband.

Ignoranz statt Integration.

Für mich eine ganz besonders schlimme Form von Gewalt.

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

(Artikel 1 Abs.1 Grundgesetz)

---------------------------------------

Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.

(§1631 Abs. 2 BGB)

Kalender

Juli 2008
M D M D F S S
« Jun   Aug »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Archiv

“Ich sehe nicht ein, warum ich, der Einfalt Anderer wegen, Respekt vor Lug und Trug haben sollte.”
(Arthur Schopenhauer - Parerga und Paralipomena II)


”linkbutton2.jpg”

MOBBING - SCHLUSS DAMIT!

Machen Sie mit

Klicken Sie einfach auf das Logo, wenn Sie die Aktion "Gegen Mobbing in der Schule" unterstützen möchten

Haftungsausschluss

Für den Inhalt externer Links sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.
*Urteil vom 12. Mai 1998
- 312 O 85/98 - Haftung für Links*

Urheberrecht

Das Copyright aller Texte und Bilder liegt bei Sabine Kiefner.
Nutzung und Vervielfältigungen
- egal welcher Art -
bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung durch die Autorin.